Stand · Bauplan
Ein geplantes Ereignis beschreibt eine beobachtete Änderung mit Quelle, Kennung und Zeitbezug. Die Verarbeitung muss Wiederholungen und verspätete Meldungen berücksichtigen, bevor daraus ein neuer Auftrag oder eine Handlung entsteht.
Das beobachtete Geschehen beschreiben
Wählen Sie eine einzelne fachliche Änderung, zum Beispiel den Eingang eines Dokuments zu einem Vorgang. Benennen Sie, welches System diese Änderung meldet und woran dasselbe Ereignis wiedererkannt werden soll. Trennen Sie die Behauptung der Quelle von einer späteren fachlichen Bewertung. „Dokument eingegangen“ bedeutet weder „Dokument vollständig“ noch „Vorgang freigegeben“. Ein Ereignisvertrag soll diesen Unterschied ausdrücklich erhalten.
Zeitpunkte und Reihenfolge festhalten
Beschreiben Sie den Zeitpunkt der fachlichen Änderung und den Zeitpunkt ihrer Übernahme getrennt. Meldungen können verspätet eintreffen oder in anderer Reihenfolge gelesen werden. Eine spätere Übernahme darf einen neueren Objektstand nicht still zurücksetzen. Legen Sie fest, welche Stelle einen unklaren Zeitbezug klärt. Bei fehlender oder widersprüchlicher Zeitangabe soll der geplante Ablauf den Zustand als unsicher markieren statt eine Reihenfolge zu erfinden.
Doppelte Meldungen kontrollieren
- Bereiten Sie ein neutrales Beispielereignis mit stabiler Kennung vor.
- Liefern Sie dasselbe Beispiel gedanklich mehrfach und bestimmen Sie das gewünschte Ergebnis.
- Ändern Sie eine fachliche Eigenschaft bei gleicher Kennung und prüfen Sie die Konfliktbehandlung.
- Ergänzen Sie eine verspätete Meldung und prüfen Sie den Zielzustand.
Ein wiederholt empfangenes Ereignis soll nicht unbeabsichtigt mehrere Außenwirkungen auslösen. Die dazu nötige technische Sperre bleibt Gegenstand der Umsetzung.
Beobachtung und Ausführung auseinanderhalten
Ordnen Sie dem Ereignis höchstens die ausdrücklich geplante nächste Prüfung zu. Eine Meldung allein ist keine Handlungserlaubnis. Der daraus vorbereitete Auftrag braucht aktuelle Rechte, fachliche Regeln und gegebenenfalls die konkrete menschliche Freigabe. Definieren Sie auch ein sichtbares Verhalten für nicht verarbeitbare Ereignisse und eine zuständige Klärungsstelle. Ein still verworfenes Ereignis darf nicht als erfolgreich bearbeiteter Fall in der operativen Lage erscheinen.
Schema
ereignis: <ereignis>
art: Dokument_eingegangen
quelle: <quelle>
bezug: <vorgang>
fachzeit: im_Einsatz_festzulegen
empfangszeit: getrennt_erfassen
bei_wiederholung: keine_doppelte_wirkung
folge: Voraussetzungen_pruefenGrenze
- Grenze
- Ereignisaufnahme und automatische Verarbeitung sind geplant. Das Beispiel ist kein fertiges Nachrichtenformat und macht keine Zusage über Zustellgarantien oder Verarbeitungszeiten.