Zum Inhalt springen

VerfahrenSicherheit · 31 von 35

Wie werden Markierungen angelegt, vergeben und entzogen?

Markierungen sind Daten mit Verantwortlichem und Verlauf.

Lesezeit
3 Min.
Erstfassung
Auf dieser Seite
  1. 01Erstens: der Katalog
  2. 02Zweitens: an Typen und Eigenschaften hängen
  3. 03Drittens: Personen und Rollen zuordnen
  4. 04Viertens: prüfen, ob sie wirkt
  5. 05Fünftens: ändern und entziehen
  6. 06Schema
  7. 07Grenze und Regel
  8. 08Fragen
  9. 09Quellen
  10. 10Verwandte Seiten

Was gebaut ist

Eine Markierung schützt einen Wert, indem sie an ihm hängt und mit ihm reist. Damit sie das tut, muss jemand sie anlegen, an Typen und Eigenschaften hängen, Personen zuordnen und prüfen, ob sie wirkt. Diese Seite beschreibt die Schritte, in der Reihenfolge, in der man sie geht.

Im System · ARGUS · FORGE

Schema zu Markierungen sind Daten mit Verantwortlichem und Verlauf.Eine Rolle außerhalb, ein Objekt innerhalb von geschachtelten Grenzen (Regel und Umgebung). Der Weg nach innen führt durch jede Grenze.REGELUMGEBUNGOBJEKTROLLE
  • Eine Rolle außerhalb, ein Objekt innerhalb von geschachtelten Grenzen (Regel und Umgebung).
  • Der Weg nach innen führt durch jede Grenze.
  • Neben der Quelle steht eine Frist für die Aufbewahrung.

Erstens: der Katalog

Begriff · Ontologie

Die gemeinsame Beschreibung einer Organisation: Objekttypen mit Eigenschaften, Beziehungen, Regeln und Handlungen, als Daten mit Version, Herkunft und Recht.

Ontologie im Zusammenhang

Jede Markierung beginnt als Eintrag im Katalog. Er nennt den Namen, die Bedeutung in einem Satz, den Verantwortlichen, die Rechtsgrundlage oder Weisung, aus der sie folgt, und die Regel, wer sie tragen darf. Ein Name ohne Verantwortlichen wird nicht angelegt, denn ohne ihn gibt es niemanden, der über Anträge und Herabstufungen entscheidet.

Der Katalog ist Teil der Ontologie. Er hat Versionen, eigene Rechte und einen eigenen Verlauf. Wer ihn pflegt, ist eine eigene Rolle und nicht dieselbe, die Daten lesen oder Handlungen ausführen darf.

Zweitens: an Typen und Eigenschaften hängen

Eine Markierung wird zuerst an Typen und Eigenschaften gehängt und nicht an einzelne Objekte. Alle Objekte des Typs tragen sie dann von selbst, auch die, die erst entstehen. An einem einzelnen Objekt steht sie nur als Ausnahme, mit Begründung. Abgeleitete Werte erben die Markierungen ihrer Eingaben, und das Bild, in dem ein Wert erscheint, ändert daran nichts.

Drittens: Personen und Rollen zuordnen

Wer einen Wert lesen will, muss jede seiner Markierungen erfüllen. Die Zuordnung zu einer Person ist ein Antrag mit Zweck und Dauer, den der Verantwortliche der Markierung freigibt. Sie läuft von selbst ab und lässt sich jederzeit entziehen. Gruppen im Verzeichnis geben keine Markierung, solange keine Abbildung sie zuordnet.

Viertens: prüfen, ob sie wirkt

Begriff · Kontext

Die begrenzte Information, auf deren Grundlage ein System arbeitet. Dazu gehören Herkunft, Aktualität, Widersprüche und Rechte.

Zuverlässiger Kontext für Agenten

Zu jeder Markierung gehören Testfälle. Für eine Reihe von Rollen steht fest, was sie sehen sollen und was nicht, und die Prüfung läuft gegen alle Wege, auf denen ein Wert erscheint: Abfrage, Graph, Suche, Bericht, Export und Kontext eines Agenten. Zeigt die Suche einen Treffer, den die Abfrage verweigert, ist das ein Fehler der Markierung und nicht des Testfalls.

Fünftens: ändern und entziehen

Eine Markierung zu senken oder zu entfernen ist eine eigene Handlung mit Begründung, Freigabe durch den Verantwortlichen und Eintrag im Verlauf. Ein Entzug wirkt sofort bei der nächsten Abfrage. Was der Betroffene bis dahin gesehen hat, steht im Zugriffsprotokoll mit Kennungen, nicht mit den Werten.

Schema

markierung: <name>
bedeutung: <ein satz>
verantwortlich: <rolle>
grundlage: <vorschrift | weisung>
tragen_darf: <regel>
an_typ: [<objekttyp>.<eigenschaft>]
vererbung: ja
zuordnung:
  antrag: zweck_und_dauer
  freigabe: verantwortlicher
  ablauf: automatisch
testfaelle: [<rolle>_sieht, <rolle>_sieht_nicht]
Schema 1YAML · Schema mit Platzhaltern

Grenze

Grenze
Das Verfahren ist geplant. Der Prototyp von Freigabe und Protokoll kennt keine Markierungen; Rollen und Rechte je Handlung sind nicht gebaut. Eine Zulassung für Verschlusssachen entsteht aus Markierungen nicht von selbst, sie setzt die Prüfung der Umgebung durch die zuständige Stelle voraus.

Fragen

Wer darf Markierungen anlegen?
Eine eigene Rolle, getrennt von Lesen und Ausführen. Jede Markierung hat außerdem einen Verantwortlichen, der über Zuordnung und Herabstufung entscheidet.
Was geschieht mit Werten, wenn eine Markierung später dazukommt?
Sie gilt ab der nächsten Abfrage für alle Werte des Typs. Was bis dahin gelesen wurde, steht im Zugriffsprotokoll.

Quellen

  1. NIST SP 800-162: Guide to Attribute Based Access Control (ABAC) Definition and ConsiderationsNIST. Attribute an Daten und Anfrage als Grundlage der Zugriffsentscheidung.
  2. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO)Amtlicher Text. Artikel 5, 9 und 32 als Grundlage personenbezogener Markierungen.

Verwandte Seiten