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Was ist eine Regel?

Eine Regel sagt, was gelten muss, bevor eine Handlung wirkt.

Thema
KALKÜL
Lesezeit
3 Min.
Erstfassung
Auf dieser Seite
  1. 01Wortlaut und Formel
  2. 02Wo sie gilt
  3. 03Hart und weich
  4. 04Version und Geltung
  5. 05Was eine Regel nicht ist
  6. 06Grenze und Regel
  7. 07Fragen
  8. 08Quellen
  9. 09Verwandte Seiten

Was gebaut ist

Eine Regel legt fest, was gelten muss, bevor eine Handlung wirkt: eine Grenze, eine Reihenfolge, ein Recht, eine Frist. In SnapSite ist sie kein Satz im Prompt, sondern ein Datensatz mit Wortlaut, Fundstelle, Formel und Version.

Wortlaut und Formel

Eine Regel trägt zwei Fassungen derselben Sache. Der Wortlaut ist der Text der Vorschrift oder der Vereinbarung, mit Fundstelle. Die Formel ist seine Übersetzung in eine Bedingung, die ein Löser prüfen kann, in SMT-LIB über benannten Variablen mit Typ, Einheit und Bereich. Beides gehört zusammen, damit sich später zeigen lässt, woraus die Formel entstand.

Zu jeder Regel gehören Testfälle: Zustände, deren richtige Antwort feststeht. Erst wenn die Formel für sie dasselbe sagt wie der Wortlaut, geht eine Version in Betrieb.

Wo sie gilt

Begriff · Beziehung

Eine benannte Verbindung zwischen Objekten, etwa: Objekt A gehört zu Objekt B. Die Verbindung braucht selbst einen Quellenbezug.

Beziehungen im Abbild modellieren

Regeln hängen an Typen, Eigenschaften und Handlungen der Ontologie. Eine Kardinalität ist eine Regel an einer Beziehung, eine Wertegrenze eine Regel an einer Eigenschaft, eine Vorbedingung eine Regel an einer Handlung. Auch Rechte sind Regeln: Wer was darf, steht an der Handlung und am Feld und nicht im Prompt.

Geprüft wird dort, wo die Wirkung entsteht. Die Laufzeit wertet die Regeln aus, bevor eine Handlung ausgeführt wird, und KALKÜL rechnet die Regeln gegen den Zustand, wenn eine Handlung Folgen hat, die sich nicht erst im Nachhinein zeigen dürfen.

Hart und weich

Eine harte Regel bricht nie, höchstens mit einer Ausnahme, die ein Verantwortlicher freigibt. Eine weiche Regel ist eine Vorliebe mit Gewicht, die eine Optimierung abwägt. Die Art steht an der Regel, und dieselbe Regel gilt für die Prüfung und für die Suche nach einem besten Plan.

Version und Geltung

Begriff · Nachweis

Der signierte Datensatz einer Prüfung: Handlung, Zustand, Regeln, Ergebnis und Voraussetzungen, mit Prüfwert, Signatur und Zeitstempel. Er lässt sich ohne Zugang zum System nachrechnen.

Nachweis im Zusammenhang

Eine Regel ändert sich nur durch eine neue Version, mit Gültigkeitszeitraum, Verantwortlichem und Verweis auf die Vorgängerin. Jede Prüfung und jeder Nachweis nennt die Fassung, gegen die gerechnet wurde. Eine Version wird nie überschrieben, damit eine spätere Prüfung die Regel von damals findet.

Was eine Regel nicht ist

Begriff · Berechtigung

Eine überprüfbare Erlaubnis für eine Identität, ein Objekt und eine Operation. Ein Leserecht ist kein Schreibrecht.

Rechte über Systemgrenzen erhalten

Eine Regel ist kein Hinweis im Prompt: Ein Sprachmodell kann einen Hinweis überlesen, eine Regel der Laufzeit nicht. Sie ist auch keine Empfehlung und keine Berechtigung allein, denn eine Berechtigung sagt, wer etwas darf, eine Regel, unter welchen Bedingungen es gilt. Und sie ist keine Geschäftsregel in einem Ablaufdiagramm, das niemand prüft.

Grenze

Grenze
Gebaut ist ein Demonstrator, der im Browser eine Bahn mit ihrer Unsicherheit gegen drei Regeln rechnet. Regeln als Datensätze mit Version, Testfällen und Löser im Betrieb sind Bauweise.

Fragen

Wer schreibt die Formel zu einer Vorschrift?
Fachleute und Ingenieure gemeinsam. Die Formel trägt den Wortlaut und eine Fundstelle, und Testfälle zeigen, dass sie dasselbe sagt.
Was geschieht, wenn zwei Regeln einander widersprechen?
Das System meldet die kleinste Menge von Regeln, die zusammen keinen Zustand zulassen. Welche Regel gilt, entscheidet der Verantwortliche.

Quellen

  1. SMT-LIB: The Satisfiability Modulo Theories LibraryGemeinsames Eingabeformat der Löser und Beschreibung ihrer Theorien.

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