Das Modell
- QuelleEine Nachricht meldet eine Änderung mit Herkunft und Zeitpunkt.
- ObjektDer betroffene Gegenstand erhält eine eindeutige Kennung.
- BeziehungDer Vorgang verweist auf den Gegenstand und seine Quelle.
- HandlungEine erlaubte Änderung wird auf dieser Grundlage vorbereitet.
Der Grundsatz
Stand · Bauplan
Erst den Vorgang abbilden, dann über eine Handlung entscheiden.
Warum
Ein Dokument enthält Wörter, aber noch keine gemeinsame Vorstellung davon, welcher Vorgang betroffen ist. Zwei Programme benennen dasselbe Objekt unterschiedlich. Eine Nachricht meldet einen neuen Zustand, während die Akte noch den alten zeigt. Ohne geordnetes Abbild müsste jeder Arbeitsschritt diese Zuordnung neu erraten. Dabei gingen gerade die Unterschiede verloren, die für eine sichere Entscheidung zählen.
Wie es arbeiten soll
Die geplante Ontologie unterscheidet Objekte, Beziehungen, Handlungen und Zustände. Ein Objekt ist alles, worüber entschieden wird. Eine Beziehung erklärt etwa, welche Quelle einen Zustand meldet. Eine Handlung beschreibt eine erlaubte Änderung. Der Zustand hält fest, was gerade bekannt ist. Jede Aussage soll auf ihre Herkunft zurückführen. AXON soll diese Grundlage verwenden, statt aus einem einzelnen Text eine ganze Aufgabe abzuleiten. ARGUS soll dieselben Zustände für die Lage nutzen.
Schritt für Schritt
- Den Gegenstand eindeutig benennen und die verfügbaren Quellen zuordnen.
- Beziehungen zeigen, bevor eine Abhängigkeit als sicher gilt.
- Beobachteten Zustand, gewünschte Änderung und erlaubte Handlung trennen.
- Vor der Ausführung prüfen, ob sich die Grundlage inzwischen verändert hat.
Grenzen
- Ein Abbild bleibt eine Auswahl. Nicht erfasste Vorgänge werden dadurch nicht sichtbar.
- Widersprüchliche Quellen dürfen nicht hinter einer scheinbar eindeutigen Zusammenfassung verschwinden.
- FORGE ist in Entwicklung. Die Zeichnung ist ein Architekturmodell, kein angeschlossenes System.