Stand · Bauplan
Berechtigungen bleiben über mehrere Systeme nur erhalten, wenn jeder Zugriff die handelnde Identität, den Auftrag und die erlaubte Ressource erneut berücksichtigt. Eine zentrale Anmeldung oder ein gemeinsam verwendetes Dienstkonto reicht dafür nicht.
Eine Anmeldung ist keine Handlungserlaubnis
Authentifizierung stellt fest, welche Identität einen Aufruf macht. Autorisierung entscheidet, was diese Identität mit einer Ressource tun darf. Ein Agent kann korrekt angemeldet sein und trotzdem keine Erlaubnis besitzen, den angefragten Datensatz zu verändern. Diese Entscheidungen dürfen nicht im Prompt zusammenfallen.
NIST beschreibt mit Zero Trust einen Ansatz, bei dem die Netzposition allein kein Vertrauen schafft. Für einen Agenten heißt das: Auch ein interner Dienst prüft den konkreten Zugriff. Ein Werkzeugaufruf innerhalb des Unternehmens ist nicht automatisch erlaubt, nur weil er eine technische Grenze bereits passiert hat.
Für wen handelt der Agent?
Unterscheiden Sie die technische Dienstidentität von der Person oder Rolle, in deren Auftrag gearbeitet wird. Ein zentrales Dienstkonto mit weitreichenden Rechten kann die ursprünglichen Grenzen verschlucken. Dann liest der Agent möglicherweise Daten, die der beauftragende Mensch selbst nicht sehen darf.
Halten Sie Auftrag und delegierten Umfang deshalb ausdrücklich fest. Die erlaubte Wirkung ergibt sich aus den geltenden Regeln, nicht aus der Erklärung des Agenten. Ein vom Modell erzeugtes Feld wie Rolle: Administrator ist kein Identitätsnachweis. Die ausführenden Dienste brauchen eine vertrauenswürdige Herkunft dieser Angaben.
Rechte dürfen beim Weiterreichen nicht wachsen
Begriff · Übergabe
Die explizite Übertragung eines Vorgangs mit Ziel, geprüften Ergebnissen, offenen Fragen und nächster zuständiger Stelle.
Ein Agent darf ein Objekt lesen und einen Entwurf speichern. Ein zweiter Dienst übernimmt die Verarbeitung. Die Übergabe darf daraus keine Erlaubnis zum Versand oder zum Lesen aller Objekte machen. Der Folgedienst braucht einen passenden begrenzten Zugriff und prüft ihn für seine eigene Ressource.
RFC 8693 beschreibt Token Exchange, also den Austausch von Zugriffsnachweisen mit Angaben zu handelnden Beteiligten. Ein solches Verfahren kann Delegation ausdrücken. Es führt aber nicht von selbst dieselben fachlichen Regeln in allen Zielsystemen ein. Die Abbildung der Rechte bleibt eine eigene Integrationsaufgabe.
Auch Kopien brauchen eine Rechteentscheidung
Ein schwieriger Fall entsteht beim Abruf in einen Suchindex oder Zwischenspeicher. Entzieht das Quellsystem später den Zugriff, darf eine alte Kopie nicht dauerhaft verfügbar bleiben. Legen Sie fest, wie Widerruf, Aktualisierung und Löschung in abgeleitete Bestände gelangen.
Prüfen Sie erlaubte und verweigerte Zugriffe automatisiert, einschließlich Rollenwechsel und Mandantengrenzen. Mandanten sind getrennte Kunden- oder Organisationsbereiche. Eine Oberfläche, die eine Schaltfläche versteckt, ersetzt diese Prüfung nicht. Die direkte technische Anfrage muss denselben Regeln unterliegen, auch wenn ein anderer Dienst oder Agent sie stellt.
Die geplante Rechtekette in SnapSite
FORGE soll den Zusammenhang von Quellen, Objekten und Regeln abbilden. AXON soll innerhalb begrenzter Aufträge handeln. HERMES bezeichnet den geplanten Betrieb, in dem Identitäten, Schlüssel und technische Verbindungen verwaltet werden müssten. KALKÜL soll die relevante Entscheidung und Wirkung nachvollziehbar verbinden.
Der vorhandene Kontrolle-Prototyp zeigt eine Freigabebindung an eine konkrete Sache und eine Kennung. Er belegt keine fertige Rechteweitergabe über fremde Programme. Vor einer solchen Aussage müssten ein konkreter Konnektor, sein Dienstkonto, die Rechteabbildung und der Entzugspfad gemeinsam geprüft werden. Diese Betriebsfähigkeit bleibt GEPLANT.
Schema
{
"actor": "<agent>",
"onBehalfOf": "<rolle>",
"resource": "<objekt>",
"allowed": ["read", "prepare-draft"],
"denied": ["send", "delete"]
}Grenze
- Grenze
- Es gibt keinen universellen Rechteübersetzer für alle Unternehmensprogramme. Unterschiedliche Rollenmodelle, Zwischenspeicher und verzögerter Widerruf müssen je Verbindung geprüft werden.
Fragen
- Darf ein Agent das Dienstkonto mit allen Rechten nutzen?
- Nur ein technisch begrenzter, fachlich begründeter Umfang ist vertretbar. Ein weitreichendes Sammelkonto kann die ursprünglichen Zugriffsgrenzen umgehen und erschwert die Zuordnung von Handlungen.
- Reicht es, Rechte in der Oberfläche zu verstecken?
- Nein. Der Dienst muss jeden Aufruf prüfen. Auch direkte Anfragen und Aufrufe aus anderen Werkzeugen müssen abgewiesen werden, wenn die Erlaubnis fehlt.
Quellen
- NIST SP 800-207: Zero Trust Architecture2020. Zugriff wird je Ressource und Sitzung begründet; Netzposition allein schafft kein Vertrauen.
- OWASP: Authorization Cheat SheetLebende Anleitung, gelesen am 15.10.2026. Standardmäßig verweigern, Rechte bei jeder Anfrage prüfen.
- IETF RFC 8693: OAuth 2.0 Token ExchangeJanuar 2020. Protokoll für Austausch und Delegation von Zugriffsnachweisen; kein vollständiges fachliches Berechtigungsmodell.