AI-generiertes Design erkennen und vermeiden: 6 Marker
Wie erkennt und vermeidet man AI-generiertes Design auf der eigenen Website?
AI-generiertes Design erkennt man an sechs Markern: austauschbare Bildwelten, Überschriften ohne Zahl, gleich lange Textblöcke, Icon-Raster ohne Inhalt, Farbverläufe statt Hierarchie und Testimonials ohne Namen. Der Gegenmittel ist immer dasselbe: eine konkrete Zahl, ein echtes Foto und ein Satz, den nur dieser Betrieb sagen kann.
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Mach den Austausch-Test
Ersetz in jeder Überschrift den Firmennamen durch den des Wettbewerbs. Bleibt der Satz wahr, ist er generisch und muss raus. Im Beispiel-Szenario VESPERA bleibt genau ein Satz stehen, den kein anderer sagen kann: sieben Prozent Provision statt siebzehn.
- 02
Zähl die Zahlen pro Bildschirmseite
Eine überzeugende Seite bringt pro Scrollhöhe mindestens eine belegbare Zahl. Kein Prozentwert, kein Zeitraum, keine Stückzahl bedeutet: der Text hätte von jedem Modell kommen können. Zahlen sind der billigste Beweis, dass ein Mensch mit Kenntnis geschrieben hat.
- 03
Prüf die Bildwelt auf Herkunft
Generierte und gekaufte Bilder haben dieselbe Schwäche: sie zeigen keinen Ort, den es gibt. Ein Foto aus dem echten Betrieb, auch technisch unperfekt, schlägt jede glatte Komposition. Wo kein echtes Bild existiert, ist die ehrliche Lösung ein reduziertes Layout ohne Bild.
- 04
Brich die Rhythmus-Gleichheit
Modelle erzeugen Abschnitte gleicher Länge, drei Karten pro Reihe, jede mit drei Zeilen. Echte Substanz ist ungleich verteilt, weil manche Punkte mehr Erklärung brauchen. Setz bewusst einen kurzen Block neben einen langen.
- 05
Prüft den Text laut vorgelesen
Lies die Startseite jemandem aus dem Betrieb vor. Wenn diese Person an einer Stelle sagt, so reden wir nicht, ist das die Stelle. Dieser Test dauert zehn Minuten und findet mehr als jedes Tool.
Bei SYNYSSPACE hat jede der sechs Welten eine eigene Farbe, einen eigenen Duft und einen eigenen Klang. Ein Klang pro Welt beim Hover, null Auto-Play-Sound.
SnapSite-Kundenprojekt SYNYSSPACE, Studio in Klagenfurt. Die Bildwelt stammt aus dem Studio selbst, nicht aus einer Bilddatenbank.
- Was kostet es, generisches Design aus einer bestehenden Website zu bekommen?
- Meist weniger als befürchtet, weil das Layout bleiben kann. Der Aufwand steckt in Recherche und Redaktion: echte Zahlen aus dem Betrieb zusammentragen, Fotos machen lassen, Überschriften neu schreiben. Rechne für eine mittlere Website mit zwei bis drei Wochen redaktioneller Arbeit. Der Fototermin ist dabei der Posten, den die meisten unterschätzen. Den Projektrahmen klären wir nach einem Briefing-Call.
- Wie lange dauert es, bis der Effekt messbar wird?
- Bei Conversion-Kennzahlen sind vier bis sechs Wochen nötig, damit genug Sitzungen zusammenkommen. Bei organischer Sichtbarkeit dauert es länger, weil Google die neue Substanz erst neu bewerten muss. Was sofort auffällt, sind qualitativ bessere Anfragen, weil Leute konkreter formulieren, wenn die Seite konkret war. Halte die Anfragen der ersten vier Wochen fest und lies sie durch, nicht nur die Zahl darüber.
- Heißt das, KI darf beim Design gar nicht helfen?
- Nein. KI ist stark bei Varianten, Struktur-Entwürfen und Textrohlingen. Schwach ist sie bei allem, was Kenntnis des Betriebs braucht. Der praktische Schnitt: KI macht den ersten Entwurf, der Mensch bringt die Zahlen, die Fotos und die Sätze, die nur hier stimmen. Was ohne diesen zweiten Schritt live geht, sieht aus wie alle anderen.
- Welche Voraussetzungen braucht der Betrieb dafür?
- Zugang zu echten Zahlen und die Erlaubnis, sie zu zeigen. Dazu eine Person, die Auskunft geben kann, wie der Betrieb wirklich arbeitet. Und ein Fototermin, auch ein kleiner. Ohne diese drei Dinge bleibt jede Überarbeitung an der Oberfläche, egal wie gut das Layout wird. Ein halber Tag Interview mit der Person, die den Betrieb wirklich kennt, bringt mehr als jedes Briefing-Dokument.
- Was ist der häufigste Fehler beim Gegensteuern?
- Es wird an der Optik gearbeitet statt am Inhalt. Neue Schrift, neue Farben, dieselben leeren Sätze. Der zweite häufige Fehler ist erfundene Präzision: eine Zahl, die gut klingt und keinen Beleg hat. Das fällt spätestens im Verkaufsgespräch auf und kostet mehr Vertrauen, als der generische Text je gekostet hätte. Nimm lieber die kleinere Zahl, die stimmt.
SnapSite arbeitet ohne Stock-Fotos und ohne austauschbare Überschriften. Jede Seite braucht mindestens eine Zahl, die aus dem Betrieb stammt und belegbar ist.
Wer die eigene Website auf generische Stellen prüfen lassen will, kann das im Digital-Audit machen.
Digital-Audit