Third-Party-Cookie, im Tracking-Kontext.
Ein Third-Party-Cookie wird von einer fremden Domain gesetzt und ermöglicht seitenübergreifendes Tracking. Safari und Firefox blockieren es bereits.
Ein Third-Party-Cookie stammt nicht von der besuchten Domain, sondern von einem eingebundenen Dritten, etwa einem Werbenetzwerk. Weil derselbe Dritte auf vielen Websites eingebunden ist, kann er Nutzer seitenübergreifend wiedererkennen. Genau darauf beruhten klassisches Retargeting und plattformübergreifende Attribution. Grenzen: Safari blockiert diese Cookies seit 2020 vollständig, Firefox isoliert sie, Chrome hat den vollständigen Wegfall mehrfach verschoben und setzt inzwischen auf Nutzerentscheidung statt Abschaltung. Verlassen sollte sich niemand mehr darauf. Datenschutz: Das Setzen ist nach Paragraf 25 TDDDG einwilligungspflichtig, und die anschließende Profilbildung braucht zusätzlich eine Rechtsgrundlage nach DSGVO.
Beispiele aus dem Mittelstand
- Ein Onlineshop für Tierbedarf verliert Retargeting-Reichweite bei allen Apple-Nutzern und verlagert das Budget auf Newsletter und Suchanzeigen.
- Ein B2B-Anbieter stellt fest, dass die Besucherzahlen im Werbekonto deutlich unter denen im eigenen Server-Log liegen, weil Browser die Kennungen verwerfen.
Folge-Fragen
Was ist der Unterschied zum First-Party-Cookie?
Der First-Party-Cookie stammt von der Domain, die der Nutzer gerade besucht, und wird von Browsern deutlich länger akzeptiert. Er funktioniert aber nur innerhalb dieser einen Website.
Ist ein First-Party-Cookie automatisch datenschutzkonform?
Nein. Auch hier gilt die Einwilligungspflicht, sobald der Zugriff nicht technisch zwingend notwendig ist. Die Herkunft der Domain ändert an der Rechtslage nichts.
Was ersetzt Third-Party-Cookies?
Eigene Daten aus CRM und Formularen, serverseitige Messung, Conversions-Schnittstellen der Plattformen und aggregierte Verfahren ohne Einzelprofile.
Muss ich jetzt sofort etwas umbauen?
Wer Retargeting oder plattformübergreifende Attribution als tragende Säule nutzt, sollte eine Alternative aufbauen. Wer ohnehin überwiegend auf Suche und Direktkontakt setzt, hat weniger Druck.
Third-Party-Cookie in der Praxis.
Wo dieser Begriff in deinem Geschäft konkret wird, beginnt die Arbeit. Wir nennen klar, ob die Idee in unser Studio passt.
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