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    Glossar / Begriff

    Uptime-SLA, im Tech-Kontext.

    Ein Uptime-SLA ist die vertraglich zugesagte Verfügbarkeit in Prozent. Entscheidend ist, was als Ausfall zählt, wer misst und was bei Verfehlung passiert.

    Ein Uptime-SLA ist die vertragliche Zusage, zu welchem Anteil eines Zeitraums ein System erreichbar ist, üblicherweise als Prozentwert pro Monat. Die Zahl allein sagt wenig. Prüfen Sie vier Punkte: Was gilt als Ausfall, wer misst und von wo, sind geplante Wartungsfenster ausgenommen, und welche Folge hat eine Verfehlung. Ohne Gutschrift oder Kündigungsrecht ist die Zusage eine Marketingzeile. Wichtig ist außerdem der Unterschied zwischen Reaktionszeit und Wiederherstellungszeit. Für Websites im Mittelstand sind 99,9 Prozent mit angekündigtem Wartungsfenster meist ausreichend. Höhere Zusagen kosten überproportional, weil sie doppelte Auslegung und Bereitschaft erfordern.

    Beispiele aus dem Mittelstand

    • Ein Buchungsportal vereinbart 99,9 Prozent Verfügbarkeit plus ein monatliches Wartungsfenster nachts, gemessen von einem externen Dienst.
    • Ein Shop lässt Gutschriften vertraglich staffeln, damit ein längerer Ausfall am Aktionstag spürbare Folgen hat.
    99,0 Prozent   -> rund 7 Stunden 18 Minuten Ausfall pro Monat
    99,9 Prozent   -> rund 43 Minuten Ausfall pro Monat
    99,99 Prozent  -> rund 4 Minuten Ausfall pro Monat
    Was die Prozentzahlen im Monat konkret bedeuten. Die dritte Zeile ist selten nötig und immer teuer.

    Folge-Fragen

    Welcher Wert ist im Mittelstand realistisch?

    99,9 Prozent pro Monat ist für Websites und Portale gut erreichbar. 99,99 Prozent verlangt redundante Auslegung und Rufbereitschaft und kostet ein Vielfaches.

    Zählt geplante Wartung als Ausfall?

    In den meisten Verträgen nicht, sofern sie fristgerecht angekündigt ist. Prüfen Sie die Obergrenze für Wartungsfenster, sonst ist die Zusage beliebig dehnbar.

    Wer misst die Verfügbarkeit?

    Sinnvoll ist ein unabhängiger Dienst, der von außen prüft. Misst nur der Anbieter im eigenen Rechenzentrum, fehlen genau die Störungen, die Kunden treffen.

    Was sind Service-Credits?

    Gutschriften auf die Monatsgebühr bei verfehlter Zusage. Sie ersetzen keinen Umsatzausfall, sind aber der übliche und durchsetzbare Hebel im Vertrag.

    Uptime-SLA in der Praxis.

    Wo dieser Begriff in deinem Geschäft konkret wird, beginnt die Arbeit. Wir nennen klar, ob die Idee in unser Studio passt.

    Digital-Audit