Beispiel-Szenario: Gesundheit & MedTech
Die Schicht startet nicht mit vierzehn PDFs. Sie startet mit den drei Namen, die nicht warten können.
CARDIA ist eine Software für vier Herzpraxen. Sie liest jedes Herz-EKG von der Smartwatch automatisch ein, prüft es und stellt die dringenden Fälle nach oben. Die Praxis sieht morgens sofort, wer zuerst dran ist.
Das Problem
Der Patient trägt seit Wochen eine Smartwatch, die sein Herz misst. Die Werte liegen in einer App auf seinem Handy und kommen nie in der Praxis an. Fällt etwas auf, merkt es niemand. Der Arzt ruft von Hand an, drei Tage später liegt ein Ausdruck in der Akte. Vier Praxen, vier getrennte Abläufe, kein gemeinsamer Blick.
Unser Ansatz
Eine App für den Patienten, ein Bildschirm für die Praxis. Das Herz-EKG der Smartwatch landet automatisch in der gemeinsamen Akte. Eine Software prüft jede Aufnahme noch vor dem Arzt und stellt die dringenden Fälle nach oben. Die Ärztin tippt einen Patienten an, sieht den Verlauf und schreibt den Befund auf derselben Seite.
Das Ergebnis
Ein Befund dauert jetzt 13 statt 22 Minuten. Die dringenden Fälle eines Tages sind in unter 90 Sekunden gefunden. Die Vorprüfung lag bei 94 von 100 Aufnahmen richtig. Vier Praxen, eine Akte. Das Faxgerät für EKG-Befunde steht still.
Die Ausgangslage
Achthundert Smartwatches messen jeden Tag. Niemand sieht zu.
Vier Herzpraxen, eine gemeinsame Akte, kein gemeinsamer Blick darauf. Sechzehn Ärzte, achtundzwanzig Mitarbeiterinnen. Die leitende Kardiologin sollte das Ganze digital zusammenführen.
Drei Dinge bremsten den Alltag. Achthundert Patienten trugen eine Smartwatch, die ihr Herz misst, doch keine einzige Aufnahme kam in der Praxis an. Jede Sichtung lief von Hand: vierzehn PDFs öffnen, Werte nachrechnen, anrufen. Und der Befund ging mal über das Praxis-Netz, mal per Telefon, mal per Fax.
Der Wunsch war klar. Eine Software, die jede Aufnahme selbst prüft, das Auffällige markiert und in eine Liste sortiert, die man in einer Minute überblickt. Drei Monate später lief der erste Test. So entstand CARDIA.
Der Praxis-Bildschirm · vierzehn Patienten heute · die drei dringenden Fälle ganz oben · vorab geprüft · live
Die Lösung
Vier Schritte. Ein Weg vom Wohnzimmer ins Sprechzimmer und zurück.
Die Aufnahme wandert vom Handgelenk des Patienten bis auf den Bildschirm des Arztes. Schritt 2 ist das Herzstück: Die Software sortiert vor, damit niemand mehr vierzehn PDFs öffnen muss. Die anderen drei Schritte bringen die Aufnahme hin und den Befund wieder zum Patienten.
Die App am Handgelenk
Der Patient drückt zwei Minuten auf seine Smartwatch. Apple Watch oder Wear-OS, die App nimmt beide. Das EKG fließt sofort in die App, kein Exportieren, kein Hochladen. Während der Aufnahme läuft der Puls live mit, ein grüner Balken zeigt, ob das Signal sauber ist. Im Tagesblick sieht der Patient sein letztes EKG, Schritte, Ruhe-Puls und Schlaf. Mehr nicht, damit nichts Angst macht.
Die Software prüft zuerst · Herzstück
Jede neue Aufnahme geht zuerst durch die Prüfung von Anthropic Claude. Sie legt jedes EKG in eine von drei Schubladen: dringend, beobachten, unauffällig. In diesem Beispiel lag sie bei 94 von 100 Aufnahmen richtig. Findet sie etwas, malt sie einen Marker genau an die Stelle im Kurvenbild und schreibt dazu, wie sicher sie ist. Der Arzt entscheidet, die Software bereitet nur vor.
Der Bildschirm in der Praxis
Morgens eine Liste: alle Patienten des Tages, die dringenden ganz oben. Ein Tipp öffnet den Fall. Links der Herz-Verlauf der letzten dreißig Tage, in der Mitte das EKG mit den Markern, rechts das Feld für den Behandlungsplan. Der Arzt notiert direkt im Bild und unterschreibt den Befund mit zwei Klicks. Kein Programm-Wechsel, kein zweiter Bildschirm.
Befund zurück zum Patienten
Der unterschriebene Befund geht über das sichere Praxis-Netz an den Hausarzt, ohne Fax. Der Patient sieht in seiner App, dass alles erledigt ist, und bekommt einen Terminvorschlag. Medikamente und Termine stehen in der gemeinsamen Akte. Wer den Patienten in einer der vier Praxen aufruft, sieht denselben Stand.
Die App für den Patienten
Drei Bildschirme. Vom Einrichten bis zur Aufnahme.
Gebaut fürs Handy. Ruhige Karten, große Schrift, keine schrillen Warnungen. Der Patient soll die App nutzen, ohne sich beobachtet zu fühlen.
Schritt 3 von 4 · mit der Praxis verbinden
App einrichten und die Praxis verbinden
Letztes EKG vor 14 Stunden · unauffällig
Heute auf einen Blick: letzter Befund, nächster Termin
Puls 74 · 00:38 von 02:00 Minuten
EKG aufnehmen, der Puls läuft live mit
Im Praxis-Bildschirm
Ein Bildschirm statt zwölf Klicks durch drei Programme.
Ein dringender Fall, geöffnet.
Links der Herz-Verlauf der letzten dreißig Tage, in der Mitte das EKG, rechts der Behandlungsplan. Die Software hat zwei Stellen markiert: einen veränderten Herzschlag und eine Pause von 1,8 Sekunden, beide mit über 90 Prozent Sicherheit. Der Arzt sieht den Trend, unterschreibt den Befund und vergibt einen Termin für Mittwoch. Drei Minuten, ein Patient, eine Entscheidung. Alle Patientendaten in diesem Beispiel sind erfunden.
Minuten bis zum fertigen Befund, vorher 22
der EKG-Vorprüfungen lagen richtig
bis die dringenden Fälle gefunden sind
Praxen, eine gemeinsame Akte
Was unter der Haube steckt
“Mein Tag fängt nicht mehr mit vierzehn PDFs an. Er fängt mit den drei Namen an, die nicht warten können. Ein Befund dauert jetzt 13 statt 22 Minuten.”
Leitende Kardiologin
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