Beispiel-Szenario: Agrar & Landwirtschaft
18 Prozent weniger Dünger. Gleiche Ernte. Der Boden hat es vorher gesagt.
800 Hektar, zwölf Felder, eine Saison. Ein Satellit sieht von oben, wie es den Pflanzen geht. Sensoren melden den Boden im Minutentakt. Die Software plant die nächste Frucht. Alles auf einem Bildschirm.
Pflanzen stehen gesünder da, von 0,68 auf 0,74
Das Problem
Der Boden-Wert kam zweimal im Jahr aus dem Labor. Bis er ankam, war er vier Monate alt. Was als Nächstes wo wächst, entschied der Vorstand aus dem Bauch. Und die Satellitenbilder lagen seit Jahren ungenutzt herum.
Unser Ansatz
Vier Bildschirme, die zusammen ein Bild ergeben. Die Feld-Karte zeigt vom Satelliten, wie es den Pflanzen geht. Achtzehn Sensoren melden den Boden im Minutentakt. Die Software plant die nächste Frucht für drei Jahre. Und das Wetter sagt jeden Morgen, was heute auf dem Acker dran ist.
Das Ergebnis
Die Pflanzen stehen gesünder da, in einer Saison von 0,68 auf 0,74. Achtzehn Prozent weniger Dünger, gleiche Ernte. Drei kranke Felder fielen Monate vor der Ernte auf, früh genug zum Gegensteuern.
Die Ausgangslage
800 Hektar Bio. Und alles, was man über den Boden wusste, lag in einem Aktenordner.
In diesem Beispiel-Szenario bewirtschaften 28 Betriebe gemeinsam 800 Hektar. Bio von Anfang an, nach Bio-Suisse zertifiziert.
Eine neue Geschäftsführung übernimmt. Ihr Antrieb: gesunder Boden ist das eigentliche Kapital, nicht die Nebensache.
Sie findet einen Aktenordner voller Laborberichte. Pro Feld zwei Werte im Jahr, einer im Frühjahr, einer im Herbst. Was als Nächstes wo angebaut wird, entscheidet das Bauchgefühl.
Vom Satelliten weiß niemand etwas, dabei fliegt er seit Jahren alle drei bis fünf Tage über die Felder und fotografiert sie. Achtzehn Boden-Sensoren stecken im Acker und melden ihre Werte in eine App, die mit nichts verbunden ist.
Sechs Monate später laufen alle vier Bildschirme. Heute reicht ein Blick pro Woche auf die Feld-Karte. Entschieden wird mit Zahlen, nicht mit Hoffnung.
Feld-Karte, Mai 2026 · Zwölf Felder von Rot bis Grün, je grüner desto gesünder die Pflanzen · 18 Boden-Sensoren als Marker · Drei auffällige Felder pulsieren als Warnung · Der Satellit frischt das Bild alle 3 bis 5 Tage auf
Die Lösung
Sehen. Messen. Planen. Entscheiden. Vier Bildschirme, ein Boden, eine Wahrheit.
Jeder Bildschirm beantwortet eine Frage, die der Vorstand sich täglich stellt. Zusammen ergeben sie den Weg vom Satellitenbild bis zur Empfehlung für heute Vormittag.
Eine Karte, ein Blick, du weißt wo es brennt
Wir zeichnen jedes der zwölf Felder als Umriss auf die Karte und färben es nach der Pflanzen-Gesundheit, von Rot bis Grün. Die Farbe holt sich der Satellit alle drei bis fünf Tage frisch. Daneben blinken achtzehn Sensoren, drei davon rot. Ein Blick reicht, und der Vorstand weiß, wo die Saison kippt.
Achtzehn Fühler tief im Boden
Jeder Sensor misst vier Dinge: wie feucht der Boden ist, wie sauer, wie viel Stickstoff und Kalium noch drin sind. Die Werte funken ohne Kabel herein, wir zeigen den Verlauf der letzten zwei Wochen und melden uns, sobald einer aus dem Rahmen fällt. Sogar der Batteriestand steht dabei, damit kein Fühler heimlich verstummt.
Was als Nächstes wächst, drei Jahre voraus
Hier sitzt der eigentliche Hebel. Wir rechnen für jedes Feld die nächste Frucht aus, drei Jahre nach vorn. Das System wiegt ab, was der Boden noch hergibt und was die Frucht am Ende einbringt, und es kennt die EU-Förder-Regeln und die Bio-Suisse-Vorgaben auswendig. Ein Klick auf Annehmen, und die Mail an den Vorstand schreibt sich selbst.
Was heute auf dem Acker dran ist
Wir legen zwei unabhängige Wetterdienste übereinander, das macht die Vorhersage für die nächsten vierzehn Tage verlässlicher. Daraus wird für jeden Tag ein klarer Satz mit Grund. Heute spritzen, der Wind ist schwach. Morgen die Bewässerung aussetzen, es kommen 28 Millimeter Regen. Das Wichtigste landet morgens als Mail im Postfach.
Im System
Drei Bildschirme aus der Nähe. Jeder löst eine echte Entscheidung.
Frage: Was fehlt diesem Feld?
52 Hektar Winterweizen, ein Fühler im Boden. Feuchtigkeit und Säuregrad stehen grün, Kalium passt, nur der Stickstoff rutscht unter die Marke. Der Kurve sieht man an: Er fällt seit Mitte Mai, der Weizen zieht ihn raus. Der Vorschlag steht direkt daneben. Als Nächstes die Ackerbohne, sie holt den Stickstoff aus der Luft zurück in den Boden, ohne einen Sack Dünger.
Frage: Was bauen wir nächstes Jahr an?
Der Plan für 2026 bis 2028, alle zwölf Felder auf einen Blick. Für 2027 stand die Soja im Plan. Das System schlägt stattdessen die Ackerbohne vor, weil sie rund doppelt so viel Stickstoff im Boden bindet, genau die Reserve, von der der Mais 2028 lebt. Es legt offen, wie sicher es sich ist und dass der Erlös 180 Euro pro Hektar niedriger liegt. Diesen einen Schritt früher zu wissen, ist es wert. Annehmen, und die Vorstands-Mail ist raus.
Frage: Was machen wir heute draußen?
Das Wetter für die nächsten vierzehn Tage, übersetzt in Feldarbeit. Heute 22 Grad, kein Regen, kaum Wind. Das Fenster zum Spritzen ist offen, also Pflanzenschutz jetzt. Morgen ziehen 28 Millimeter Regen auf, die Bewässerung bleibt auf allen Feldern aus. Jeder Satz nennt seinen Grund, niemand muss raten.
So gesund stehen die Pflanzen am Ende der Saison. Gestartet bei 0,68. Je näher an 1, desto besser.
Prozent weniger Dünger. Gleiche Ernte. Der Boden hat verraten, wo er schon satt war.
Sensoren melden den Boden im Minutentakt. Vorher kam ein Laborwert zweimal im Jahr.
kranke Felder fielen Monate vor der Ernte auf. Noch Zeit zum Gegensteuern.
Was unter der Haube steckt, in Klartext
“Unsere Pflanzen stehen gesünder da als je zuvor, von 0,68 auf 0,74 in einer Saison. Mit achtzehn Prozent weniger Dünger. Mein Vorstand entscheidet heute mit Zahlen. Das Bauchgefühl darf endlich Pause machen.”
Geschäftsführung
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Horatiu Baloi · Founder & CEO
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