Beispiel: Luftfahrt & Logistik
Beispiel-Szenario · kein realer KundeDie Verspätung steht 90 Minuten fest, bevor das Flugzeug rollt.
Eine Steuerzentrale für eine kleine Airline. Sie sieht die Verspätung kommen, eine Stunde bevor sie auf der Anzeigetafel steht. Und sie sagt sofort, was zu tun ist: Crew tauschen, Gate wechseln, ein Klick.
Das Problem
Zehn Minuten Verspätung am Morgen in Zürich werden bis zum Abend zu einer Kette über fünf Flughäfen. Das alte System zeigte nur, was schon passiert war. Voraus sah es nichts. Die Dienstpläne lagen in Excel, jeder Gate-Wechsel kostete drei Telefonate.
Unser Ansatz
Drei Schritte, eine Logik. Erst alles an einem Ort sehen: Flüge, Wetter, Startfenster. Dann 90 Minuten voraus rechnen, welche Verspätung droht. Dann die fertige Lösung vorschlagen: diese Crew tauschen, dieses Gate wechseln. Der Mensch sagt Ja, das System rechnet die ganze Kette durch.
Das Ergebnis
Folge-Verspätungen fast halbiert, von 22 auf 13 Prozent. Pünktlichkeit von 87,4 auf 99,2 Prozent. Flüge im Schnitt 12 Minuten früher am Gate. Das Schichtteam arbeitet ruhiger, und die Luftfahrt-Aufsicht nahm das Protokoll ohne eine einzige Beanstandung ab.
Die Ausgangslage
Eine kleine Airline ist kein Konzern. Eine Verspätungs-Kette trifft sie trotzdem genauso hart.
In diesem Beispiel-Szenario fliegt eine kleine Airline 414 Flüge am Tag mit 14 Maschinen, das Drehkreuz liegt in Zürich. Das Steuerteam ist klein: acht Leute, rund um die Uhr in Schichten, kein Ersatz, wenn jemand krank wird. Eine verpasste Enteisung am Morgen kann den ganzen Tag aus dem Takt bringen.
Das alte System war von 2018. Es zeigte, was gerade ist, aber nie, was kommt. Die Dienstpläne lagen in Excel. Jeder Gate-Wechsel lief per Telefon zwischen Tower, Boden und Steuerteam. Bei jeder Wetterfront ging eine Stunde allein für Absprachen verloren.
Fast jede vierte Verspätung war hausgemacht: 22 Prozent, ausgelöst von einem anderen Flug, der schon zu spät war. Das ist die teure Sorte. Sie kostet doppelt, weil sie zwei Crews und zwei Gates gleichzeitig blockiert. Bei vier Prozent Marge frisst das schnell ein ganzes Quartal.
Die Vorgabe der Geschäftsführung war kurz: neues System bis Sommer, oder der Plan ist tot. Drei Monate später lief der Test. Sechs Wochen darauf war NAVIS live, parallel zum alten System. Acht Wochen nach dem Start war das alte System aus.
Ein Tag im Schichtbetrieb
Sturmtag im Februar. Acht Leute, neun Stunden, null Folge-Verspätungen.
Früh am Morgen liest NAVIS die Wetter-Prognose: ab 09:00 starke Böen über Mitteleuropa, am stärksten über München und Frankfurt. Die Software rechnet die ganze Kette durch und meldet eine klare Warnung. Wenn der 09:20-Flug nach München planmäßig startet, verpasst er dort sein Landefenster um 90 Minuten. Dann kommt die Crew nicht rechtzeitig zum Rückflug, und der ganze Tag dieser Maschine kippt.
Die Schichtleitung sieht den fertigen Vorschlag vor dem ersten Kaffee: den ersten Flug auf 07:15 vorziehen, den Rückflug auf 11:30 schieben, die Crew bleibt bei ihrer Maschine, in München ein anderes Gate. Drei Klicks, erledigt. Die 198 betroffenen Passagiere bekommen automatisch eine Mail mit Umbuchungs-Option. Das Protokoll schreibt sich von selbst.
Am Nachmittag ist der Sturm durch. Acht Flüge wurden vorgezogen, vier Crew-Tausche schlug das System von allein vor, einen entschied die Schichtleitung von Hand. Verspätung an dem Tag: 47 Minuten über alle 414 Flüge, keine einzige davon hausgemacht. Am selben Sturmtag im Vorjahr waren es 1.840 Verspätungs-Minuten und 218.000 Euro Entschädigung an die Passagiere.
Die Live-Übersicht. Eine Karte mit allen 414 Flügen, dem Crew-Status zu jedem Flug und einer Warnliste, die 90 Minuten vorher zeigt, wo es klemmt.
Die Lösung
Sehen, vorhersagen, lösen. Drei Schritte, und die Verspätung ist weg, bevor sie da ist.
Alles auf einer Karte, im Sekundentakt
Wir holen vier Datenströme zusammen: die Live-Position jedes Flugzeugs, die Wetterzellen, die Start- und Landefenster der Flugsicherung und den Status jeder Crew. Alle zwei Sekunden frisch, auf einer Karte. Vorher hieß das: drei Bildschirme nebeneinander vergleichen und im Kopf zusammenrechnen. Jetzt sieht das Team mit einem Blick, wie der ganze Tag steht.
Die Verspätung, 90 Minuten vorher
Hier sitzt der eigentliche Hebel. Das Vorhersage-Modell hat 14 Monate echter Flugdaten gelernt und denkt nicht in einzelnen Flügen, sondern in Ketten. Es fragt fortlaufend: Wenn dieser Flug zu spät startet, wen reißt er mit? Eine Verspätung in Zürich wird so zur Warnung für London und Frankfurt, lange bevor sie dort ankommt. Claude übersetzt die Rechnung in einen Satz, den jeder sofort versteht.
Die fertige Lösung, ein Klick
Wird eine Warnung kritisch, legt NAVIS gleich den Lösungsweg daneben. Crew tauschen, geprüft auf erlaubte Arbeitszeit und passende Berechtigung. Oder Gate wechseln, geprüft auf die freie Boden-Crew. Das Team sieht die Folgen, sagt Ja oder ändert von Hand. Passagiere bekommen automatisch ihre Mail, und das Protokoll für die Aufsicht schreibt sich von selbst mit.
Weniger hausgemachte Verspätungen, von 22% auf 13%
Pünktlich am Gate, vorher 87,4%
Minuten früher dran, im Schnitt pro Flug
Flüge am Tag, gesteuert von 8 Leuten
Was unter der Haube läuft
“Mein Schichtteam schaut zum ersten Mal nach vorn statt zurück. Früher haben wir Verspätungen verwaltet. Heute fangen wir sie ab, eine Stunde bevor sie überhaupt entstehen.”
Leitung Flugsteuerung
Kleine Airline · Beispiel-Szenario
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